FANDOM



SynopsisBearbeiten

Berlin, April 1929: Der Kölner Kommissar Gereon Rath ermittelt in der Hauptstadt mit seinem Kollegen Bruno Wolter gegen einen Pornoring. Nach einer Razzia stößt er auf ein Foto, das seinen Fall in eine neue Richtung führt. Im Präsidium trifft er auf die Stenotypistin Charlotte Ritter, die mit Polizeiaufträgen ihre Familie über Wasser hält. Bei einem Überfall auf einen Güterzug hängen russische Revolutionäre einen Wagen mit brisantem Inhalt an, der nach Berlin geschmuggelt werden soll. (Text: Sky)

HandlungBearbeiten

Die Folge beginnt mit einem Vorspann: Gereon wird von seinem Therapeuten aufgefordert sich seiner Angst zu stellen und tief in Trance einzutauchen. Gereon lässt Erinnerungsfetzen rückwärts revue passieren bis zum Zeitpunkt kurz vor Beginn des Ersten Weltkrieges. Er befindet sich in einer Kirche seiner Heimatstadt Köln, betend. Dann steht er auf, geht zur Eingangstür, öffnet sie und sieht von hinten ein Brautpaar kurz vor der Hochzeit. Laut dem Therapeut liebt Gereon die Braut, der Bräutigam aber stehe zwischen ihnen.

Ein Zug in Norwoschew, Sowjetunion, heute Russland fährt scheinbar Richtung Berlin. Die Lokomotive wird durch einen brennenden Baum der auf die Fahrbahn fällt zum Anhalten bewegt. Das war jedoch ein Hinterhalt. Mehrere Bewaffnete nähern sich der Lok, sie zwingen die deutschsprachigen Lokomotivführer auszusteigen und ihre Uniformen abzugeben. Aus dem Nebel taucht ein weiterer Waggon auf, er wird, mit Pferden gezogen, an den Zug gekoppelt. Zwei russische Zugführer nehmen die Plätze der Deutschen ein, setzen den Zug wieder in Bewegung und einer von ihnen schaut zurück, um zu sehen wie die beiden Überfallenen per Kopfschuss getötet werden.

Berlin, 29.April 1929: Gereon befindet sich auf der Toilette in Neukölln und zittert. Er greift einen kleinen braunen Koffer und holt kleine Glasflaschen heraus. Die Flüssigkeit tröpfelt er sich in den Mund, worauf das Zittern aufhört. Er verlässt die Toilette und besucht mit seinem Kollegen Bruno Wolter und Polizeibeamten im Zuge ihrer Ermittlungen das Photoatelier von Johann König. Sie überraschen ihn bei einem an die Weihnachtsgeschichte angelehnten Pornodreh und konfiszieren das gesamte Material des Studios. Bei einem Gespräch Gereons mit König wird ihre Bekanntschaft offenbart. Gereon und Bruno finden schließlich noch einen Mann, welcher Jungen einkleidet, scheinbar auch für einen Dreh. Er kommt Bruno bekannt vor, worauf dieser schnell flüchtet. Gereon will ihn unbedingt bekommen, als er über eine Latte von Hausdach zu Hausdach geht fällt ihm dann seine Dienstwaffe herunter, weshalb er unbewaffnet bei dem Mann ankommt und von ihm bedroht wird. Bruno schießt den Mann an un rettet damit Gereon. Er befragt den Mann und deutet an, ihn gehen zu lassen, wenn er sich seinem Kollegen vorstelle. Er stellt sich als Franz Krajewski vor. Bruno bittet ihn, sich bei einem Mittelsmann zu melden.

Ein Mädchen geht durch ein heruntergekommenes Haus und fragt ihre stillende Mutter, die von zwei Kleinkindern umgeben ist, nach Lotte. Sie findet Charlotte Ritter rauchend am Fenster. Sie hat die Nacht durchgemacht und macht sich für den Tag fertig. Ihrer Schwester schenkt ihr ein Mitbringsel. Sie fragt nach einer Verletzung Charlottes am Hals, die sie aber nicht wichtig findet. Ein rothaariger junger Mann, Erich Ritter, betritt den Raum, fordert die Miete ein und pinkelt respektlos neben Lotte. Ihre Mutter bittet sie um zwanzig Reichsmark, andernfalls müsse die Familie die Wohnung verlassen.

In einem Gespräch im Auto Brunos erfährt Gereon mehr über die Vergangenheit Krajevskis: Er war Polizist, wurde im Krieg drogenabhängig und wollte nach dem Krieg seinen alten Job zurück. Bei einer Schießerei überkamen ihn Erinnerungen an den Krieg und er schoss wild drauf los, was zu seiner unehrenhaften Entlassung führte. Auch Bruno war im Krieg: in Belgien und Frankreich. Auch Gereon habe gekämpft an der Siegfriedstellung, als sich die Niederlage im Ersten Weltkrieg bereits abzeichnete.

Charlotte geht über den Alexanderplatz, man bekommt das Elend der damaligen Bevölkerung zu Gesicht und ein kleiner Junge hängt sich bei ihr ein, bettelt bei ihr, bis sie ihm offenbart auf dem Weg zur Polizei zu sein.

Bruno fährt in das Polizeipräsidium in Berlin-Mitte am Alexanderplatz, wegen der roten Backsteine auch bekannt als ,,die rote Festung", ein. Charlotte steht bei einem Haufen junger Damen, mit ihrer Jugendfreundin Greta. Sie sucht nach einem kurzfristigen Auftrag, um sich Geld zu verdienen. Dabei sieht sie erst Stephan Jänicke und dann auch Bruno und Gereon vorübergehen. Sie ergattert einen Auftrag im Archiv und soll Mordfälle kategorisieren, beschreiben und sortieren, um ein Schlagwortregister anzulegen. Es kann dann benutzt werden, um Muster in Tatfällen zu erkennen. Ihr Lohn beträgt ein Mark pro Stunde.

Bruno verhört König mit Foltermethoden, wobei er außerdem Informationen über die Motive der Ermittlungen Gereons bei der Sitte erhalten will. Er sagt folgendes: Sein Vater ist die rechte Hand des Kölner Oberbürgermeisters Konrad Adenauer und ein hohes Tier in der Polizei. Außerdem sei Gereon verdammt ehrgeizig. Er ist ein gottesfrommer, katholischer Mensch.

Gereon betritt den Raum und fragt König, ob er einen Film beschaffen könne, offensichtlich ein sehr wichtiges Anliegen Gereons. Er verweist darauf, dass er ihn gegen die richtige Summe erhalten könne.

Franz Krajevski besucht den Therapeuten im Institut für suggestive Therapie in Berlin-Adlershof. Der Therapeut fragt, ob er noch eine Behandlung möchte, was dieser verneint. Krajevski sagte, die Polizei sei jetzt wegen des Filmes hinter ihnen her und sie hätten König verhaftet. Der Film sei entgegen des Wunsches vom Therapeuten nicht von König vernichtet worden, weil er selbst Profit aus ihm schlagen wollte.

Der gekaperte Zug hält in Tauroggen an der deutschen Reichsgrenze zur Kontrolle und die Russen werden nervös.Doch durch die Hilfe von General Major Seegers passiert er die Grenze. Ein mitgereister Russe gibt an einem Telegraphen die Botschaft über das Passieren der Station und die baldige Ankunft in Berlin wieder.

Kardakow erhält diese in Berlin und unterrichtet seine Geliebte Swetlana. Abends gehen beide in ein nobles Lokal und unterhalten die Gäste, wobei Kardakow Geige spielt und sie seine Dirigentin ist. Der Armenier unterhält sich an einem Tisch mit dem Bruder eines Klienten namens Sandor. Er beschwert sich über die unzureichende Qualität der Spirituose und zwingt ihm eine Kostprobe auf, bei der er sich durch sein Zögern sein Mitwissen über den Betrug offenbart.

In einem Auto trifft der Armenier auf den Therapeuten, welcher ihm sagt, dass König einen der Filme beiseite geschafft hat. Der Armenier sagt, er kümmere sich drum.

Gereon sitzt nachts an seinem Schreibtisch im Polizeipräsidium und geht das konfiszierte Material durch. Die Filmrollen sind größtenteils Pornos. Ein Foto, das mit in dem Kasten ist, scheint ihn jedoch zu interessieren und er lässt sich auch durch Bruno nicht abbringen und analysiert es mit einer Lupe, scheinbar jedoch ohne Erfolg. Als er dann nach Hause will, stoßen er und Charlotte versehentlich zusammen, sodass Ermittlungsmaterial, was sie beide herumtragen zu Boden fällt. Beim wieder aufheben, unterhalten sie sich kurz über ihre Arbeit und verabschieden sich.

Als Gereon zum Empfangstresen seines Hotels geht und seine Reservierung verlängern will, wird ihm gesagt, das alles ausgebucht sei. Eine Frau namens Helga schreibt ihm einen Brief aus Köln. Nach dem Lesen zieht er durch die Stadt und geht in eine Kneipe für ein Glass Schnaps und anschließend lässt er sich von einem kleinen Tanzkreis zum Mittanzen auffordern.

Karkadow und Swetlana betreten eine Druckerei, wo gerade Flyer für den 1.Mai gedruckt werden. Er verkündet den Arbeitern auf russisch, dass der Zug auf dem Weg nach Berlin sei, was sie alle euphorisch stimmt. Hierbei werden auch die Ziele Karkadows klar: Er wolle Stalin stürzen und unterstütze dafür Trotzki.

CastBearbeiten

SoundtrackBearbeiten